Oö. Volksblatt: "Missbrauchte Opfer" (von Markus EBERT)

Nach allem, was wir wissen, wurde das Massaker von Christchurch von Rechtsextremisten verübt, die sich — getrieben vom Hass auf Muslime — als Rächer für Opfer islamistischen Terrors inszenierten. Die Verabscheuungswürdigkeit sowohl der Tat als auch ihrer Beweggründe steht ebenso außer Frage wie die Tatsache, dass es sich hier um einen grauenvollen Fall von Islamophobie handelt.
Dies rechtfertigt jedoch nicht die Reaktionen, die der türkische Präsident Erdogan und der Chef der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Ümit Vural, in — freilich nicht überraschender — Einmütigkeit von sich gaben. Wer diese Bluttat als „logische Konsequenz antimuslimischer Hetze“ (Vural) darstellt und im selben Atemzug Gegenmaßnahmen der österreichischen Politik einfordert, macht sich eines Missbrauchs der Opfer von Christchurch schuldig. Was Erdogan und Vural als „antiislamische Hetze“ verteufeln, ist nämlich tatsächlich berechtigte Kritik am politischen Islam. Solange die Glaubensgemeinschaft kein Wort der Distanzierung von antisemitischen Umtrieben in den eigenen Reihen findet, entbehren ihre Rassismus- und Islamophobie-Warnungen jeglicher Glaubwürdigkeit und sind nichts anderes als eine Ablenkung vom unseligen Wirken des politischen Islam in Österreich und anderswo.

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