Lindner/Heinisch-Hosek ad Blutspende: Petitionsausschuss diskutiert über Ende der Diskriminierung – es ist Zeit zu handeln!

Sozialdemokratische Petition fordert rasches Ende des De-Facto-Verbots für Blutspenden von homo- und bisexuellen Männern

Wien (OTS/SK) Unter dem Motto „Blutgruppe BUNT“ fordert die sozialdemokratische LGBTIQ-Organisation SoHo ein sofortiges Ende des De-Facto-Blutspendeverbots für schwule und bisexuelle Männer. Denn während sogar Länder wie Ungarn oder Brasilien angesichts der Corona-Krise unwissenschaftliche und diskriminierende Ausschlussgründe bei Blut- und Plasmaspenden abgeschafft haben, gilt in Österreich noch immer ein 12-monatiges Verbot für Männer, die Sex mit Männern haben. Die Petition der SoHo Österreich wurde von SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek in den Nationalrat eingebracht, erreichte allein online in kurzer Zeit mehr als 3.300 Unterschriften und wurde heute erstmals im Petitionsausschuss diskutiert. „Auf unseren Antrag müssen die zuständigen Ministerien und Organisationen, sowie wichtige Gleichstellungs-NGOs nun eine Stellungnahme zur Abschaffung der Diskriminierung beim Blutspenden abgeben“, erklären SoHo-Bundesvorsitzender Mario Lindner und Heinisch-Hosek. „Wir hoffen, dass die Regierungsfraktionen diese Zeit nutzen und endlich klarstellen, dass willkürliche Diskriminierungen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Beim Blutspenden muss das individuelle Risikoverhalten und nicht die sexuelle Orientierung zählen!“

Schon mehrmals haben die schwarz-grünen Koalitionsparteien in diesem Jahr die Möglichkeit abgelehnt, dass Blutspendeverbot schnell und unkompliziert abzuschaffen. Entsprechende Anträge der Opposition wurden von ÖVP und Grünen genauso abgelehnt, wie die SPÖ-Forderung nach einem umfassenden Diskriminierungsschutz für die LGBTIQ-Community.

Für Lindner und Heinisch-Hosek steht fest: „Wir diskutieren seit Jahren über dieses Thema und alle Beteiligten wissen, dass es sich um Diskriminierung handelt: Wir brauchen nicht die zehnte Arbeitsgruppe und aufschiebende Anträge – wir brauchen Lösungen, liebe Bundesregierung!“ Denn gerade in Zeiten von Corona würden dringend Blut- und Plasmaspender gesucht: „Jeder soll seinen Beitrag leisten können. Die Bundesregierung muss das endlich möglich machen!“ (Schluss) ls/mp

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