Keine Impfung gegen hate speech und fake news

Europäische Konferenz in Wien

Wien/NÖ (OTS) Mit Hassreden und Falschmeldungen setzten sich am Vortag der Regenbogenparade Medienfachleute, AkteurInnen und Freiwillige auseinander, unter der Leitung des Vereins The World of NGOs und des Instituts für Politikwissenschaften an der Universität Wien.

Bösartige Behauptungen und erfundene Meldungen werden heutzutage in Windeseile vervielfacht und verbreitet. Unter den steigenden Angriffen von Hass und Schmähung leiden vor allem engagierte Menschen. Der Anstieg verbaler Gewalt und Desinformation ist kaum zu unterbinden. Denn das Herausfiltern von Falschmeldungen und verdrehten Fakten ist aufwendig und erfordert Ressourcen. Die Methoden der Verursacher werden immer raffinierter – die Unterscheidung von wahr und falsch fällt immer schwerer, niemand ist davor gefeit, getäuscht, verhöhnt oder diffamiert zu werden.

Es gibt keine Impfung!

„Es gibt keinen Impfstoff gegen diese Art von Virus. Aber es gibt Vorbeugung und Gegenstrategien“, so Ieva Ivanauskaitė, Expertin der europäischen Initiative gegen Desinformation „Debunk.eu“. Das bestätigt auch MITRE-Expertin Holly Babin aus Amerika „Wir beobachten gerade auffälliges Verhalten in Sozialen Medien, um der speziellen Verbindung von Desinformationen gegen Frauenthemen und den Europäischen Wahlen auf die Spur zu kommen“, erklärt sie.

Möglichkeiten sich zu wehren, gibt es auch in Österreich, durch Meldestellen gegen Hassreden, eine lebendige No-Hate-Speech-Bewegung, Fakten-Check-Programme und für Schülerinnen die Lügendetektor-Weiterbildung von Digital Compass.

„Hassreden und Falschmeldungen betrachtet man am besten zusammen, so wird die Fülle an Gegenstrategien deutlicher“, so Christiana Weidel, die Koordinatorin des Projekts FreeEx – Meinungsfreiheit mit Verantwortung, gefördert im Europäischen Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“.

Rückfragen & Kontakt:

Christiana Weidel, The World of NGOs, office@ngo.at
Karin Liebhart, Universität Wien, Institut Politikwissenschaft karin.liebhart@univie.ac.at

Quelle

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