It´s the innovation, stupid! | Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, 30.06.2020

BM Schramböck, FFG-GF Egerth und österr. Eureka-Vorsitzender Schuh anl. Start des österreichischen Eureka-Vorsitzes beim geförderten Vorzeigebeispiel Taurob in Wien

Wien (OTS/BMDW) „It´s the innovation, stupid!“ – und sie wird mit dem internationalen Netzwerk Eureka gezielt über Ländergrenzen hinweg forciert. Österreich zählt als Gründungsmitglied zu den Eureka-Pionieren und übernimmt mit 1. Juli den einjährigen Vorsitz, der im Zeichen von „NEW Eureka“ steht. „Innovative KMU, die sich international vernetzen und neue Märkte erschließen, können wesentlich zur Konjunkturbelebung beitragen. Genau das forcieren wir gezielt mit Eureka und haben uns für den österreichischen Vorsitz einen Refresh vorgenommen, um die Eureka-Instrumente für eine kräftige Konjunkturbelebung bestmöglich einsetzen zu können“, so Bundesministerin Margarete Schramböck. Anlässlich der Übernahme des Vorsitzes besuchte sie mit FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth und dem österreichischen Eureka-Vorsitzenden Ulrich Schuh das Wiener Unternehmen Taurob. Managing Director Matthias Biegl und sein Team haben sich auf die Produktion von Robotern für gefährliche Betriebsumgebungen spezialisiert und wurden im Eureka-Netzwerk gefördert.

Das Eureka-Vorzeigebeispiel Taurob in Wien Liesing konnte mithilfe der Förderungen des Eurostars-Programmes in Eureka sowie nationalen Förderungen in mehreren Programmen der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG seine robusten Roboter weiterentwickeln, so dass diese mittlerweile auf Ölbohrinseln und in unwirtlichen Umgebungen eingesetzt werden. „Ohne das Eureka-Netzwerk und die Förderlandschaft in Österreich hätten wir die Entwicklung unserer Roboter so nicht finanzieren können. Mittlerweile profitieren unterschiedliche Branchen von unserer Innovation und die rückzahlbaren Förderungen und Darlehen konnten bereits fast zur Gänze wieder zurückbezahlt werden“, spricht Matthias Biegl, Managing Director von Taurob, über die Anfangsphase des Startups.

„Wir brauchen innovative KMU, um den Aufschwung zu schaffen. Mithilfe von Unternehmen wie Taurob wollen wir die Innovationskraft in Österreich weiter stärken und standortrelevante Forschung forcieren“, betonte Ministerin Schramböck, die nach der Betriebsbesichtigung gemeinsam mit dem Taurob-Roboter das Eureka-Banner mit dem Vorsitz-Motto „Towards a NEW Eureka!“ entrollte. Taurob sei auch ein sehr eindrückliches Beispiel, dass Digitalisierung und Robotik nicht Arbeitsplätze wegnehmen, sondern jene Arbeiten übernehmen, die für Menschen unattraktiv oder sogar gefährlich sind. Im Falle von Taurob heißt das: Der Roboter und nicht der Mensch übernimmt bei Wind und Wetter Wartungsarbeiten auf der Ölplattform.

„Wir wollen den Ideenreichtum und Innovationsgeist der Eureka-Partner für die Konjunkturbelebung nutzen“, so FFG-Geschäftsführerin Egerth. Eureka sei ein geeignetes Tool, um rasch und gezielt mit ausgewählten Ländern Ausschreibungen durchzuführen und so die Zusammenarbeit auch beyond Europe zu stärken. Beispielsweise wurde im Zuge des Ausbruchs der Corona-Pandemie unmittelbar eine Fast Track COVID-19-Ausschreibung gestartet, an der sich unter der Führung von Kanada neben Österreich auch fünf weitere Eureka Mitgliedsländer beteiligt haben.

„Wir werden das Vorsitzjahr nützen, um Eureka und damit Forschungskooperationen über Ländergrenzen hinweg einen neuen Spirit zu verleihen“, so der österreichische Eureka-Vorsitzende Ulrich Schuh. Nach dem Motto „Towards a NEW Eureka“ gehe es um die Weiterentwicklung der Instrumente, den Ausbau der globalen Kooperation und neue Formen der Zusammenarbeit. Während des Vorsitzjahres finden mehrere Veranstaltungen in verschiedenen Bundesländern statt, u.a. wird es im Mai 2021 den „Eureka Global Innovation Summit“ in Graz geben, für den die grüne und digitale Transformation als Rahmenthema gesetzt wurde.

Österreich ist seit der Gründung vor 35 Jahren Eureka-Mitglied. Die FFG wickelt die Förderungen auf nationaler Ebene mit Mitteln des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) ab und wurde vom BMDW mit der Abwicklung und Gestaltung des österreichischen Eureka-Vorsitzes betraut. Bisher wurden international 7.500 Projekte ermöglicht und insgesamt 48 Milliarden Euro investiert, davon haben österreichische Akteure an rund 800 Projekten teilgenommen und rund 210 Millionen Euro nationale Förderung erhalten. Insgesamt sind es Projekte mit einem Volumen von 2,7 Milliarden Euro, bei denen Beteiligte aus Österreich profitierten.

Weitere Informationen zum österreichischen Eureka-Vorsitz auf
https://www.ffg.at/eureka-austrian-chairmanship

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