FP-Pisec: Mitten in Corona-Krise sagt WKO das Wirtschaftsparlament ersatzlos ab

Anträge zur Überlebenssicherung der leidgeprüften Wiener KMU nun nicht möglich

Wien (OTS) Das Führungsverhalten der Wirtschaftskammer Wien nimmt immer mehr autokratische Züge an. Soeben wurde bekannt, dass das üblicherweise im zweiten Halbjahr tagende Wirtschaftsparlament nicht einberufen wird – nicht einmal virtuell – und somit ersatzlos ausfällt. Damit können auch keine Anträge gestellt werden, die das wirtschaftliche Überleben unserer Wiener KMU-Betriebe zum Ziel haben. Dies ist offensichtlich beabsichtigt, was erkenntlich werden lässt, dass WKO-Wien Präsident Walter Ruck einen ganz anderen Kurs fährt und kritische Stimmen dazu, die auch aus den eigenen Reihen kommen, nicht gewünscht sind. Interessanterweise hat der Präsident bereits im Vorfeld das Ausfallen beabsichtigt, weil das Wirtschaftsparlament erst gar nicht angekündigt und somit auch nicht abgesagt werden musste. „Es wäre höchst an der Zeit, dass sich Fr. Ministerin Schramböck, in deren Resort die Wirtschaftskammer fällt, sich endlich darum kümmert, damit die gesetzlich verankerten Usancen eingehalten werden“, mahnt der Industriesprecher der FPÖ. BR Reinhard Pisec.

Interessant ist auch, dass die Wirtschaftskammer Wien in ihrem vor wenigen Jahren erstandenem Glashaus mit über der Norm infizierten COVID-Fällen konfrontiert ist, die offensichtlich auf dieses neue Großraumbüro zurückzuführen sind. Es war eine Fehlentscheidung, dass das die WKO-Wien aus ihrem traditionellen und eigens für die Wirtschaftskammer errichteten Gebäude mit ihrem großen Plenarsaal am Stubenring vor wenigen Jahren ausgezogen ist. Offensichtlich hatte Präsident Walter Ruck schon damals im Sinn gehabt, dass das Wirtschaftsparlament eines Tages gar nicht mehr stattfinden wird, wie sich soeben zeigt. „Dies ist ein klarer Bruch mit der Tradition der Wirtschaftskammer und seinen gesetzlichen Grundlagen“, stellt Pisec abschließend klar.

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