Bewegung aus der Krise | ÖGSMP Österreichische Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, 12.05.2020

Stellenwert von Sport und körperlicher Aktivität während der Corona-Pandemie

Wien/Graz/Lienz (OTS) Österreich hat infolge der Regierungsmaßnahmen die Corona-Pandemie vorerst gut gemeistert. Diese haben aber auch Kollateralschäden hinterlassen – wirtschaftlich und gesundheitlich.

Das Maßnahmenpaket, welches nun langsam gelockert wird, hat in den letzten Wochen zu einer deutlichen Einschränkung des individuellen Bewegungsumfanges und der sportlichen Aktivitäten geführt. Sportstätten wurden geschlossen, Vereinsaktivitäten und der Turnunterricht in den Schulen fielen aus.

„Körperliche Inaktivität gehört neben dem Rauchen, ungesunder Kost und Übergewicht zu den vier Hauptrisikofaktoren für Morbidität und Mortalität in der westlichen Welt“, so ÖGSMP-Präsident Dr. Günther Neumayr.

„Die gelebte Inaktivität der letzten Wochen hat Spuren hinterlassen – der Gesundheitsstatus vieler Patienten hat sich bedeutsam verschlechtert, denn regelmäßige körperliche Aktivität verbessert jegliche Organfunktion im Körper. Sie führt unter anderem zu einer verbesserten Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Funktion sowie zu einer angehobenen Immunitätslage.“ Letztere sei von besonderer Bedeutung zur Abwehr und Bewältigung von Infektionserkrankungen wie der SARS-CoV-2-Infektion. Mit keiner anderen Maßnahme außer regelmäßigem Training könne die Körperabwehr so bedeutsam gesteigert werden. Jung und Alt profitieren von körperlicher Aktivität – körperlich und geistig: Im Kindes- und Jugendalter fördert sie die kognitive Entwicklung, im Seniorenalter erhält sie die kognitiven Fähigkeiten. Alle Altersgruppen profitieren zudem von den antidepressiven, gemütsstabilisierenden Effekten.

Mit der Lockerung der Quarantänemaßnahmen macht Österreich einen wichtigen Schritt in Richtung Alltagsnormalität. Nach Wochen der relativen Inaktivität sollte dabei vor allem nicht auf die Wiederaufnahme und Förderung der körperlichen Aktivität vergessen werden.

Die österreichische Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (ÖGSMP) appelliert an die österreichische Bundesregierung, im Vereinssport schnellstmöglich alle Aktivitäten wieder zu erlauben und für unsere Kinder und Schüler nach Schulwiederbeginn auch das Abhalten der Turnstunden – zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit und Immunabwehr. Sportstätten sollten schnell und großzügig geöffnet werden und auch Möglichkeiten zur körperlichen Betätigung in Alten- und Seniorenheimen geschaffen werden.

„Die aktuelle epidemiologische Situation der Covid-19-Pandemie erlaubt nun eine Lockerung und Rücknahme vieler bewegungsfeindlicher Maßnahmen. Dies sollte beim Weg zurück in die Alltagsnormalität nicht vergessen werden!“

Rückfragen & Kontakt:

Univ. Doz. Dr. Günther Neumayr
Michaelsgasse 20
9900 Lienz
Tel.: +43 4852 61952

Quelle

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